Neue Regelungen für Hausverwalter

gtw Hausverwaltung Neuregelungen

Warum ändern sich ab dem 1. März 2019 die Regelungen für Hausverwalter?

Betrachten wir die Arbeit der Hausverwaltung so ist diese oftmals geprägt von einem schwierigen Umfeld, in diesem sich nicht immer die Interessen von Vermietern und Mietern decken, wodurch hier und da Konflikte entstehen können. Zu den Aufgaben einer Hausverwaltung zählen die Erstellung von jährlichen Betriebs- und Nebenkostenabrechnung, die Organisation von Eigentümerversammlungen, sowie diverse Verpflichtungen wie die Beauftragung von Instandhaltungsarbeiten. Darüber hinaus gehören auch Eintreiben von rückständigen Umlagen und säumigen Mietzahlungen zu dem Aufgabengebiet von Verwaltern. Bei kleineren und mittleren Hausverwaltungen kommt es ab und an zu Problemen oder Streitigkeiten. Um die Qualität von Hausverwaltungen zu verbessern hat der Gesetzgeber im August 2018 eine Neuregelung für Immobilienbetreuer in Kraft gesetzt, die ab dem 1. März 2019 auch für bestehende Hausverwaltungen zu beachten sind.

 

Welche Neuregelungen gelten für die Betreuer von Immobilien?

Mit Inkrafttreten der Neuregelung zum 01. März 2019 müssen Immobilienverwalter sich nicht nur beim Gewerbe- und Ordnungsamt anmelden, sondern auch eine Erlaubnis zur Wohnimmobilienverwaltung beantragen. Mit dieser Erlaubnis, die im § 34c der Gewerbeordnung geregelt ist, werden von Hausverwaltern eine Reihe von Auflagen verlangt, die er zukünftig beachten muss. Auch eine permanente Fortbildung ist erforderlich, um die Bedingungen zu erfüllen.

 

Lohnt sich die Arbeit für kleine und mittlere Hausverwaltungen überhaupt noch?

Kleinere und mittlere Hausverwaltungen können einen bürokratischen und finanziellen Mehraufwand erwarten und müssen sich auch fortlaufend weiterbilden. Zudem muss die Berufshaftpflichtversicherung auf mindestens 500.000 Euro je Versicherungsfall bzw. auf mindestens 1 Millionen Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres ausgeweitet werden. Viele Stimmen blicken daher mit Sorge auf den zunehmenden Bürokratieaufwand für die einzelnen behördlichen Genehmigungen und die Kosten für eine permanente berufliche Fortbildung. Doch die gesetzliche Regelung soll langfristig die Qualität von Hausverwaltungen verbessern.

 

Welche Weiterbildungsmaßnahmen gibt es um die Fortbildung für Hausverwalter zu sichern?

Hausverwalter müssen sich weiterbilden, um die Auflagen zu erfüllen und um sich auch selber abzusichern. Dies kann in Form von Seminarbesuchen geschehen, um über die dort angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen auf dem neuesten Stand der Rechtsgrundlage zu gelangen. Tatsächlich sieht der Gesetzgeber einen Umfang von mindesten 20 Stunden Weiterbildungsmaßnahmen im Zeitraum von 3 Jahren vor, um die Auflagen der Gewerbeordnung für die behördliche Genehmigung als Immobilienverwalter zu erfüllen.

 

Ist die gesetzliche Neuregelung für alle Parteien sinnvoll?

Es gab in der Vergangenheit bereits sehr viele Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Immobilienverwaltung. Es liegt in der Natur der Sache, dass auf den Immobilienverwalter aufgrund der unterschiedlichen Interessenlage der Parteien Mieter und Vermieter immer wieder Konflikte auftreten. Mit dem Inkrafttreten der Neuregelungen des Gesetzgebers wird in erster Linie die Qualitätsverbesserung angestrebt, um Interessenskonflikte langfristig zu minimieren.

 

Wenn Sie für sich klären wollen, ob ein Lehrgang Ihre beruflichen Ziele unterstützt, beraten wir Sie gern. Wir bieten Lehrgänge zum Immobilienverwalter an, wie auch themenbezogene Seminare.

Wir beraten Sie dazu gern. Individuell und unverbindlich.

Ihr gtw-Team