Die Fortbildungspflicht für Makler – Die wichtigsten Informationen zusammengefasst 

Immobilienmakler sind dazu verpflichtet, innerhalb von drei Jahren mindestens 20 Stunden auf ihre Fortbildung zu verwenden. Denn, kommt ein Immobilienprofi seiner Pflicht zur laufenden Fortbildung nicht nach, können Bußgelder in Höhe bis zu 5.000 Euro die Folge sein. Die jeweiligen Fortbildungen müssen mit einem Nachweis belegt werden und für die kommenden fünf Jahre aufbewahrt werden. Bitten die Behörden um Vorlage, so müssen die Nachweise übermittelt werden. Ist ein Immobilienprofi auch als Verwalter von Wohnimmobilien tätig, dann müssen in diesem Bereich 20 zusätzliche Stunden an Fortbildung absolviert werden. 

 

Muss sich jeder Immobilienprofi weiterbilden? 

Die Pflicht zur Fortbildung betrifft alle Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler. Auch Personen, welche an der Vermittlung oder Verwaltung von Immobilien mitwirken, sind hier eingeschlossen. Die Tätigkeiten, die zur Ermittlung einer Maklertätigkeit herangezogen werden, ist die aktive Teilnahme an Kundengesprächen, die Durchführung von Besichtigungsterminen und die Exposé-Erstellung. Angestellte, die sich ausschließlich mit administrativen Tätigkeiten, wie dem Führen des Sekretariats beschäftigen, müssen ihre Weiterbildung nicht nachweisen.

 

Welche Arten der Weiterbildungsmöglichkeiten sind gestattet?

Die Wahl, welche Art der Fortbildung ausgesucht wird, ist recht frei gestaltet. Hier ist es möglich zwischen Präsenzseminaren, einem begleiteten Selbststudium oder einer betriebsinternen Maßnahme zu wählen. Auch andere Formen der Weiterbildung, die nicht ganz klar definiert werden, sind zulässig.

 

Wo gibt es die Möglichkeiten der Weiterbildung?

Es gibt eine Vielzahl an Kursen, in denen sich Immobilien-Einsteiger und Profis weiterbilden können. Angebote von Immobilienmakler-Fortbildungen sind nicht immer zwangsläufig zertifiziert oder vom Staat anerkannt. Es muss lediglich gewährleistet sein, dass die Qualitätsstandards bei den Fortbildungen eingehalten werden. Jedes Weiterbildungsangebot muss auf einem systematischen Plan basieren und die Lehrkraft des Kurses muss über die nötige Kompetenz verfügen. So gut wie alle Immobilienverbände bieten auch eigene Weiterbildungskurse an. 

 

Was kosten die Fortbildungen für Immobilienmakler?

Da es sehr viele verschiedene Weiterbildungsformen und Angebote gibt, können die Preise dafür stark variieren. Ein grobes Kostenfenster für ein ernstzunehmendes Seminar beginnt bei fast 1000 Euro für einen 20-stündigen Kurs. In jedem Fall sind die anfallenden Kosten steuerlich absetzbar, da es sich um berufliche Fort- und Weiterbildung handelt. 

 

Wann müssen die Nachweise über die Fortbildungen vorgelegt werden?

Auf Anfrage von Kunden oder Anweisung von Behörden sind die Immobilienprofis in der Pflicht, ihre absolvierten Fortbildungen und Qualifikationen zu belegen. Dies gilt für die zurückliegenden drei Jahre. Ist der Immobilienprofi nicht in der Lage, die Unterlagen wie gefordert vorzulegen oder legt er diese nur unvollständig vor, so begeht er eine Ordnungswidrigkeit.

 

Informationspflicht gegenüber der Kundschaft

Per Gesetz ist es geregelt, dass ein Immobilienprofi oder ein Verwalter seinen Kunden auf Nachfrage seine Qualifikationen sowie die während den vergangenen drei Jahren absolvierten Weiterbildungen vorlegt. Es ist möglich, diese Informationen direkt auf der Webseite des Maklers oder Verwalters zu hinterlegen. In diesem Fall, reicht bei Kundennachfrage ein Verweis darauf aus. Es gilt zu beachten, dass die Informationen immer in der jeweiligen Amtssprache des Landes übermittelt werden müssen, in welchem der Auftraggeber wohnhaft ist – vorausgesetzt, es handelt sich um ein EU-Mitgliedsstaat oder ein Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums.

 

Pflicht zur Aufbewahrung der entsprechenden Nachweise

Die Dokumentation und Archivierung der Nachweise über erfolgte Weiterbildungsmaßnahmen sind für Makler und Verwalter verpflichtend. Diese Aufbewahrungspflicht gilt für einen definierten Zeitraum über fünf Jahre. Sie beginnt mit dem Ende des Jahres, in welchem die Fortbildung absolviert wurde.

 

Was passiert, wenn die Pflicht zur Fortbildung für Immobilienmakler nicht eingehalten wird?

Wenn Makler oder Immobilienverwalter den Behörden nach einer entsprechenden Aufforderung nicht mitteilen, welche Fortbildung sie durchlaufen haben, wird dies als Ordnungswidrigkeit aufgefasst. Hier kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro fällig werden.